Angesagt ist föhnig, aber um neun meldet der Tegelberg
überraschend Windstille. Das muss ich doch probieren!
Oben ist München schwach
zu sehen. Der Wind kommt
zunächst perfekt von vorne,
dreht dann abrupt auf hinten.
Das passiert dann in gleicher Weise noch-
mal, da bin ich sogar schon eingehängt.
Einige Zeit später hält die Vorwindpha-
se länger und ich komme gut in die Luft.
Den Winterlandeplatz habe ich vorhin inspiziert,
der ist eine holprige Eisfläche, überflüssige Ver-
letzungsgefahr. Ich will im sonnigen Watt landen.
Ich packe auf der Halbinsel ein. Das wird seit ein paar Flügen immer schmerzhafter -
bücken und Kraft einsetzen - mein Rücken ist nicht mehr gut. Sobald ich gestreckt
gehen kann, geht der Schmerz langsam weg. Ich gehe den Trampelpfad durchs Watt,
der normale Uferweg ist viel eisiger. Den Bus um halbeins verpasse ich knapp, ich
müsste spurten, das kann ich nicht mit Sack. Nun habe ich eine knappe Stunde bis
zum allerletzten des Tages. Ich gehe ein Stück den Fußweg richtung Waltenhofen.
Der Bus kommt nur wenig verspätet und fährt tatsächlich bis zur
Tegelbergbahn und muss deshalb sogar etwas rückwärts fahren.
Meistens wenden die Busse im Winter schon vor der Pöllatbrücke.