Morgens sieht das Tegelbergwind so gut aus, dass ich auf meine feiertägliche
Klavierzeit verzichte und zur ersten Gondel dort bin. Das verbrannte Gebäude
sieht schlimm aus, aber der Fahrbetrieb ist nicht beeinträchtigt. Oben dreht der
Wind auf Südwest. Ich hoffe, dass es wieder dreht und lege aus. Aber es dauert.
Ich wandere zum Besinnungsplatz.
Wieder zurück brauche ich noch ganz viel Ge-
duld. Der Kollege startet mit etwas Seitenwind.
Ich bekomme ei-
ne ehrliche Null.
Die Luft ist überhaupt nicht
ruhig wie eigentlich erwartet.
Überm Westgrat steigt es! Aber ich kämpfe mit meiner Kamera
und nehme schließlich die andere. Dabei verliere ich den Bart.
Aber ich bin jetzt heiß auf Strecke und möchte mich
so weit wie möglich nach Pfronten-Steinach kämpfen.
Die Kienbergthermik ist zu schwach,
ich komme hier einfach nicht weiter.
Bleibt nur die Landung auf dem Alpsee.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle hält mich die Polizei
auf und behauptet, ich hätte eine Straftat begangen. Seh
ich noch nicht. Absaufen ist nicht verboten. Der Bus
kommt erst in anderthalb Stunden - geh ich halt zu Fuß.
Auf der Rückfahrt wandere ich noch
die kleine Toteisrunde bei Dietringen.